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Wetter Garmisch-Partenkirchen
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1. Wank-Überschreitung

Gehzeit: ca. 5-6 Std.
Etappen: Höfle - Gschwandt -Roßwank - Wank - Ameisberg -Esterbergalm - Gschwandt -Höfle
Anforderung: Leichte Wande­rung auf markierten Wegen

Wegbeschreibung: Wer auf den Wank steigen möchte, hat die Qual der Wahl. Eine Vielzahl von Wegen überzieht den Berg, hinzu kommen einige Einkehrmöglich­keiten und die Wankbahn. Besonders empfehlenswert ist eine Überschreitung des Wanks, die Tiefblicke in verschiedene Täler und viel Abwechslung bietet.

Beginnen kann man die Tour in Höfle (Parkplatz), von wo ein steiler Fahrweg hinauf zum Gschwandtnerbauern führt. Hinter der Kapelle beim Wirtshaus links ab und in den Wald. In nördlicher Richtung geht es nun mit einigen Kehren bergauf, bis man bei einer Einsattelung auf knapp 1400 Meter Höhe auf eine Wegabzweigung trifft.
Für den weiteren Aufstieg zum Wank hält man sich hier links, steigt nun am Osthang des Roßwanks nach oben und erreicht diesen dann über freies Wiesengelände.

Nun ist der eigentliche Gipfel nicht mehr fern. Vorbei an Liftanlagen überwindet man die letzten hundert Höhenmeter und nähert sich schließlich der Gipfelstation der Wankbahn und dem bewirtschafteten Wankhaus am Gipfel. Vom 1780 Meter hohen Gipfelplateau wandert der Blick in alle Richtungen, wobei vor allem der Wetter­stein-Hauptkamm als breite Felsmauer beeindruckt.

Eine lohnenswerte Abstiegsroute führt nun in nordwestlicher Richtung zum Ameis­berg (kurzer Gegenanstieg zum Aussichtspunkt auf 1749 m), dann nördlich und schließlich östlich in vielen Kehren hinab zur Esterbergalm (1264 m), wo sich aber­mals eine gute Gelegenheit zur Einkehr bietet. Um nun den Kreis wieder zu schlie­ßen und zum Ausgangspunkt zurückzukehren, wandert man entlang dem Kaltwas­sergraben wieder gut hundert Höhenmeter südöstlich hinauf, wo man die Einsattelung im Wald und damit den Aufstiegsweg erreicht, über den man in knapp einer Stunde wieder ins Tal gelangt.

2. Zugspitztour

Gehzeit: 3 Tage
Etappen: Garmisch-Partenkirchen Skistadion – Partnachklamm – Reintal – Reintalangerhütte – Knorrhütte – Zugspitzplatt – Zugspitze – Knorrhütte – Gatterl - Ehrwald
Anforderung: Markierte Wanderwege und alpine Steige. Die Besteigung der Zugspitze mit ihren steilen Geröllpassagen und einige Stellen am Gatterl erfordern alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Wegbeschreibung
1. Tag: Garmisch-Partenkirchen Skistadion -Reintalangerhütte Partnachklamm - Reintal
Ihre Wetterstein-Runde beginnt gleich mit einem Höhepunkt: Auf breitem Weg gelangen Sie vom Skistadion vorbei am Gasthaus Wil-denau zum Eingang der Partnachklamm.
Der Weg durch die wildromantische Schlucht mit ihren tosenden Wassern bietet Ihnen ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Am Ende der Klamm geht's weiter in südlicher Rich­tung bis zum Wegweiser "Reintalangerhütte/ Knorrhütte", der den Weiterweg auf der tal-einwärts führenden Fahrstraße zeigt. Sie fol­gen der Straße, bis diese in einen schönen Wanderweg übergeht. Nun immer der Part­nach entlang vorbei an der Bockhütte und zur herrlich am Bach gelegenen Reintalanger­hütte (1369 m). Hier erwartet Sie dank Wirte-Original Charly Wehrle eine wohl einmalige Hüttenatmosphäre! Wer noch Lust hat, sollte am Nachmittag einen kurzen Spaziergang zum Partnachursprung machen - ein gewaltiger Wasserfall! Aufstieg knapp 700 Hm, 5 Std., Partnachursprung zusätzl. ca. 30 Min.

2. Tag: Reintalangerhütte - Knorr­hütte - Zugspitzplatt - Zugspitze -Knorrhütte
Nach dem berühmten „Reintalanger-Weckruf" und einem Frühstück machen Sie sich frisch auf den Weg taleinwärts zum Oberen Anger (Talschluss). Dann geht's in steilen Kehren, den Markierun­gen folgend, linkshaltend über die Fels­stufe zum Beginn des Zugspitzplatts und wieder flacher in einem großen Rechtsbogen zur Knorrhütte (2051 m).

Ihr überflüssiges Gepäck können Sie nun in der Hütte deponieren und den anspruchsvollen Gipfelaufstieg mit leichtem Tagesrucksack anpacken: Gleich hinter der Hütte wird es nochmals kurz steil, dann zieht der Steig über die geröllige Mondlandschaft des Zugspitzplatts zum flachen Karboden mit der Seil­bahnstation Sonn-Alpin (2576 m). Vor der Station geht's nach rechts über den steilen Geröllhang, am Schneefernerhaus vorbei zum Beginn der Felsen, die Sie mit Hilfe von Drahtseilen überwinden.

Weiter zum Grat und über ihn zum Zugspitzgipfel (2962 m) mit seinem berühmten Gipfelkreuz und dem Münchner Haus. Hier wird Ihnen eine wohlverdiente Brotzeit serviert. Genießen Sie die Aussicht von Deutsch­lands höchstem Spitz und machen Sie sich dann rechtzeitig an den Abstieg: entwe­der mit der Seilbahn oder den beschriebenen Aufstiegsweg zurück zum Platt und. hinunter zur Knorrhütte, wo Sie diesen ausgefüllten Tag in der urigen Hütte in hochalpiner Szenerie ausklingen lassen. Aufstieg 1600 Hm, 5-6 Std.; Abstieg 900 Hm (mit Seilbahn 500), ca. 2,5 0,5) Std.

3. Tag: Knorrhütte - Gatterl - Feldernjöchl - Ehrwalder Alm - Ehrwald
Gut ausgeschlafen und frisch gestärkt packen Sie die letzte Etappe an: In leichtem Auf und Ab quert der„Plattsteig" von der Hütte hinüber zum Gatterl. Zuletzt steil bergauf erreichen Sie die schmale Scharte auf der deutsch-österreichischen Grenze. Jenseits geht's kurz über leichte Felsen hinab (Drahtseil) und hinüber zum Feldern­jöchl (2045 m). Hier zweigen Sie rechts ab und steigen unter den Gatterlköpfen durch, dann ziemlich steil hinunter zur bewirtschafteten Hochfeldernalm (1732 m).

Einige Meter weiter zweigt ein schmaler Steig ab, der Sie zur„Pestkapelle" und wei­ter auf der Forststraße zur Ehrwalder Alm (1502 m) bringt. Von hier geht es am bequemsten mit dem Lift hinunter nach Ehrwald - wer noch Bewegung braucht, folgt dem breiten Wanderweg zur Talstation der Ehrwalder Almbahn (ca. 1100 m), von wo Sie per Bus zum Bahnhof nach Ehrwald und weiter mit der Bahn nach Garmisch-Partenkirchen und München gelangen, j Aufstieg ca. 200 Hm, 2-2,5 Std., Abstieg ca. 500 Hm (ohne Lift 900), 1,5-2 Std.

3. Höllentalklamm - Knappenhäuser - Kreuzeck

Gehzeit: ca. 7Std.
Höhenmeter: ca. 1200
Kategorie: schwer
Etappen: Hammersbach-Höllentalklamm/Stangensteig-Höllentalangerhütte-Knappenhäuser-Kreuzeckhaus-Hammersbach
Anforderung: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind in der Höllentalklamm nur bedingt gefordert, jedoch auf dem Weg über den Stangensteig sowie beim Übergang von der Höllentalangerhütte zum Kreuzeckhaus unbedingt notwendig.

Wegbeschreibung: In Hammersbach vom südlichen Ortsende dem Bach folgend taleinwärts. Später führt der Weg an den westseitigen Talhängen durch Wald auf­wärts und zuletzt in Kehren zu einer Wegteilung. Der linke Weg führt zur Höllental-Eingangshütte und weiter in die Höllentalklamm, rechts geht es zunächst ein Stück weit nordwestlich zurück bis zur Einmündung eines weiteren Weges von Obergrainau und dann weiter zum Stangensteig.

Wer sich für die Höllentalklamm entscheidet, den erwartet eine spektakuläre Steiganlage mit Brücken, Galerien und Tunnels durch die tiefeingeschnittene Klamm des Hammersbachs. Durch eng zueinander stehende Felswände tost das Wasser, und aus den Tunnelfenstern schaut man auf haushohe Klemmblöcke.

Vom oberen Klammende führt der Weg zunächst noch durch den Tal­grund (hier nicht unnötig verweilen, da Steinschlaggefahr vom Stangensteig) und dann rechts den Hang hinauf und taleinwärts zur Höllentalangerhütte. Die alternative Route über den Stangensteig führt von der anfangs erwähnten Einmündung des Wegs von Obergrainau zuerst in vielen Serpentinen bis unter den Sockel des Waxenstein-Mandls hinauf. Ihm entlang links empor, dann rechts taleinwärts.
Mit Kehren hinunter (Drahtseilsicherung) zur eisernen Klammbrücke, die in 73 Meter Höhe den wilden Bach überquert. Jenseits in ein paar Serpentinen bergauf und wieder mit Seil­sicherungen ausgesetzt taleinwärts.
Bald in die Talsohle hinab, die hinter dem oberen Klammende erreicht wird. Über den Bach und gemeinsam mit dem Weg aus der Höl­lentalklamm weiter taleinwärts zur herrlich gelegenen Höllentalangerhütte.

Die zweite große Etappe der Tour führt von der Höllentalangerhütte zunächst weni­ge Meter taleinwärts, wo dann links der Weg hinauf zu den Knappenhäusern und zum Hupfleitenjoch abzweigt. Einige Gräben querend steigt man östlich (talauswärts) zu den Knappenhäusern hinauf, die in aussichtsreicher Lage zu einer Rast ein­laden. Nun weiter bergauf und mit einigen Sicherungen wiederum durch Gräben und in Serpentinen zum Hupfleitenjoch, von wo sich ein kurzer Abstecher zum Schwarzenkopf (1818 m) empfiehlt.

Jenseits des Jochs bergab und bei der Wegver­zweigung links in Richtung Kreuzeckhaus, das ohne größere Höhenunterschiede und zuletzt über eine Fahrstraße erreicht wird. Der Abstieg nach Hammersbach führt zunächst ein Stück wieder auf der Fahrstraße zurück, bis am Sattel rechts (westlich) ein Fußweg abzweigt und zwischen Henneneck und Rauhkopf nach Hammersbach hinunterführt.

4.Klammweg - Höllentalangerhütte

Gehzeit: ca. 4 Std.
Höhenmeter: ca. 750
Kategorie: leicht
Etappen: Hammersbach-Klammeingangshütte-Höllentalangerhütte Anforderung: Markierte Wanderwege; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind in der Höllentalklamm nur bedingt erforderlich.

Wegbeschreibung: Als erstes Zwischenziel bietet die Klammeingangshütte dem Wanderer ein imposantes Ambiente inmitten der Schlucht. Bei einer Brotzeit mit Getränk kann sich der Bergwanderer stärken. Besonderheit: Ein kleines Museum in einem Holzhaus zeigt die Entstehung und Geschichte der Höllentalklamm. Anschaulich ist auch der Bergbau in Wort und Bild dargestellt.

5. Stangensteig-Höllentalangerhütte

Gehzeit: ca. 5Std.
Höhenmeter: ca. 750
Kategorie: schwer
Etappen: Hammersbach-Stangensteig-Höllentalangerhütte
Anforderung: Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Vorraussetzung für diese Wandertour. Stellenweise ist erhöhte Absturzgefahr gegeben. Teilweise gerölliger und enger Weg am Steilhang

Wegbeschreibung: Umgehung der Klamm oberhalb der Schlucht. Der Stangensteig ist die luftige Alternative für eine Wanderung über der Höllentalklamm.

Besonderheit: Einmaliger Ausblick und Nervenkitzel über der tiefen Klamm, Klammüberquerung auf einer 29m langen Eisenbrücke in 70 Meter Höhe.

6. Oberreintal - Schachen - Meilerhütte

Gehzeit: 8 – 10 Std. (Übernachtung auf Meilerhütte ist ratsam)

Höhenmeter: 1650

Kategorie: mittel

Etappen: Garmisch-Partenkirchen - Partnachklamm - Oberreintalhütte - Scha­chen - Meilerhütte

Anforderung: Markierte Wanderwege, an einigen gut gesicherten Stellen des Wegabschnitts Oberreintal - Schachen ist Trittsicherheit erforderlich.

 

Wegbeschreibung:

Vom Skistadion durch die Partnachklamm und im Reintal einwärts, bis kurz vor der Bockhütte linkerhand (südöstl.) der Weg ins Oberreintal abzweigt. Mit vielen Serpentinen im Bergwald empor, bis sich das Gelände verflacht und man bald den Wegabzweig nach links (Nordosten) aufwärts zum Schachenhaus erreicht. Ehe man dieses Weg­stück angeht, sollte man es nicht versäumen, noch den kurzen Abstecher zur Ober­reintalhütte (1532 m) zu unternehmen (4 Std. ab Skistadion), deren „Reich" man durch ein hölzernes Gatterl betritt. Der einzigartige Klettererstützpunkt steht, umge­ben von Ahornen, ein Stückchen oberhalb des brettlebenen Oberreintalbodens, der von wilden Gipfeln umrahmt wird. Ein Kletterparadies, das zu schauen sich allemal rentiert. (Der Wanderer sollte sich über die rauhen Sitten der "Oberreintaler" nicht wundern. Zurück bei der Wegverzweigung, steigt man an der östlichen Talseite, zuletzt über Treppen und drahtseilgesichert, mit schönem Rückblick zum Oberreintaldom und am Schluss knapp am Schachenpavillon vorbei (auch dorthin sollte man kurz abzweigen; der Blick ins Reintal ist atemberaubend!) zum Schachenhaus (1866 m; 1 Std. ab Oberreintalhütte) mit dem königlichen Jagdschlösschen (stündlich Füh­rungen). Wer nun von der Bergauf-Geherei genug hat, steigt nach verdienter Ein­kehr gemütlich am Schachenweg nordöstlich talwärts, bis noch vor der Wetterstein­alm links (nördlich) der teils recht steile Kälbersteig abzweigt, der erst im freien Gelände, dann durch Wald - zweimal eine Forststraße kreuzend und sie einmal ein Stück weit berührend - hinunterleitet zur Vereinigung von Reintalweg und dem Sträßchen, das von Elmau kommt. Nun durch die Partnachklamm zum Skistadion zurück. Wer länger Zeit hat, geht vom Schachen übers Frauenalpl zur Meilerhütte (2366 m) und übernachtet dort. Auch hier bieten das letzte Licht des Tages und das erste des folgenden Morgens unvergessliche Schauspiele. Eine Übernachtung in der besonders ökologisch sanierten Hütte ist absolut ratsam. (Unbedingt vorher ein Lager reservieren)